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ln Woffenbach, Holzheim, Rittershof und Stauf schließen sich jetzt auch Landwirte, Eigentümer und Pächter von
Flurgrundstücken längs der B299 zusammen und sagen: ,,Der Ausbau ist nicht notwendig!"
Gemeinsam protestieren Sie unter dem Motto ,,Wir brauchen die Natur. Die Natur braucht uns
nicht", so Landwirt Ludwig Walter, einer der Sprecher der Anrainer. Alle wehren sich gegen den unnötigen
Flächenverbrauch und die wenigen noch übriggeblieben Landwirte gegen eine drohende Enteignung.
,,Es ist 5 vor 12, vielleicht schon 5 nach", meint ein Biobauer. ,,Es wurde und wird schon genug Boden
in und um Neumarkt versiegelt. Jeder Quadratmeter, der nicht asphaltiert wird, ist kostbar."
Noch dazu ist der Nutzen der Ausbaustrecke zwischen Bahnbrücke und Stauferbrücke mehr als
zweifelhaft, da die Überholstrecke sehr kurz ist. Bei Tempo 100 wird erfahrungsgemäß noch schneller
gefahren, sodass die Gefahr von schweren Unfällen eher wächst. Tempo 8O reicht doch, ist die
einhellige Meinung der Betroffenen. Lärm und Schmutz lassen sich schon jetzt verringern, wenn man
die vorhandenen Hecken und Bäume längs der Ausbaustrecke nicht abholzt, sondern erhält und
stattdessen die geplanten Fahrspuren auf beiden Seiten der Umgehung bepflanzt. Dies dämpft den
Verkehrslärm und schützt Wohngebiete und Flur vor dem CO2- Ausstoß.
CO2 nehmen auch die Biotope beim BSC und am Staufer Weiher auf. Weil dort sogar vier Spuren
geplant sind, werden die Rest-Feuchtgebiete noch kleiner und ihr Nutzen, CO2 aufzunehmen,
geringer.
,,Wer Straßen baut, wird mehr Verkehr ernten." So befürchtet man in zehn Jahren durchgängig vier
Spuren und eine Autobahn ähnliche Lage im Westen und Süden von Neumarkt; denn der geplante
Ausbau wird sich vom Kreisel am Blomenhof bis zum Kreisel beim Autohaus Kölbl erstrecken. Vier
Spuren sollen schon bald unter der Staufer Brücke hindurchführen. Die intakte Brücke wird dann zu
klein und muss deshalb abgerissen werden. ,,Das versteht kein Mensch hier!" winkt Gertraud lberl,
eine Sprecherin der Landwirte und Pächter ab, ,,genauso wie den Bau von zwei weiteren Brücken."
Zwei zusätzliche Brücken für die Landwirtschaft sind gar nicht nötig, so die überwiegende Meinung.
Die vorhandenen Brücken reichen für die Bewirtschaftung der Felder aus und die von vielen
Neumarktern geschätzten Naherholungsgebiete am und um den Staufer Berg, Tyrolsberger und
Rittershofer Wald lassen sich für Fußgänger und Radfahrer gefahrlos dui"ch Unterführungen
erreichen, wie es bereits beim Tierheim und am Blomenhof der Fall ist. Natur und Landschaftsbild
werden geschont und die landwirtschaftliche Nutzung ist nach wie vor möglich.
,, Mehr als 20 Millionen Steuergelder werden hier womöglich verschwendet werden," geben einige
darüber Empörte zu bedenken. ,,Wer weiß schon, wie sich das Verkehrsverhalten verändern wird?
Jetzt hat man so lange mit dem Bau gewartet. Kann man da nicht noch ein paarJahre warten und
dann verantwortungsvoller für unsere Kinder entscheiden, ganz abgesehen davon, dassjetzt schon
die Klimaziele eine Rolle spielen?"