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Frühlingserwachen im Landkreis Neumarkt - Jetzt Hummeln entdecken und schützen

Beobachten, bestimmen, melden: Bei der Hummel-Challenge vom 20. März bis 09. April 2026 können Naturfreund*innen auch im Landkreis Neumarkt helfen, das Vorkommen heimischer Hummelarten direkt vor der eigenen Haustür zu dokumentieren.

12.03.2026

PM 06/2026

Vom 20. März bis 9. April 2026 ruft der BUND Naturschutz in Bayern gemeinsam mit dem Wildbienen-Monitoring am Thünen-Institut in Braunschweig zur Hummel-Challenge auf. Naturfreund*innen sind eingeladen, Hummeln zu beobachten, zu fotografieren und per App zu melden. Jede Beobachtung hilft, mehr über die Verbreitung und Vielfalt heimischer Hummelarten zu erfahren und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. 

„Gerade im zeitigen Frühjahr beginnt für Hummeln eine entscheidende Phase. Jungköniginnen, die den Winter in der Erde oder in anderen geschützten Verstecken überdauert haben, erwachen jetzt aus ihrer Winterruhe. Zunächst müssen sie dringend Energie tanken. Ohne ausreichend Pollen und Nektar können sie kein Volk gründen. Erst wenn sie genügend Nahrung gefunden haben, beginnen sie mit der Suche nach einem geeigneten Nistplatz, etwa in verlassenen Mäusenestern oder dichten Graspolstern. Ob eine Königin jetzt erfolgreich ist, entscheidet darüber, ob im Sommer ein ganzes Hummelvolk entsteht“, erklärt Biologin Katrin Mayer von der BN-Kreisgruppe Neumarkt.

Besonders Weidenarten wie die Salweide spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihre Blüten liefern bereits ab März reichlich Nektar und eiweißreichen Pollen und sind damit eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Hummelköniginnen im Frühjahr. Auch Frühblüher wie Krokusse, Märzenbecher, Taubnesseln oder Lungenkraut sind jetzt wertvolle Rastplätze für die pelzigen Bestäuber. Wer an blühenden Weidenkätzchen summende Gäste entdeckt, hat gute Chancen gute Hummelfotos zu schießen. „Blühende Weiden im Frühling sind fürHummelköniginnen so etwas wie ein lebenswichtiges Frühstücksbuffet. Wer eine Weide im Garten oder am Wegesrand stehen lässt, hilft damit direkt einem zukünftigen Hummelvolk“, sagt Hummelschützerin Katrin Mayer.

So funktioniert die Teilnahme: Kostenlose App ObsIdentify oder Observation herunterladen, ein Benutzerkonto anlegen, Hummeln fotografieren und die Bilder hochladen. Eine integrierte KI unterstützt bei der Bestimmung der Art. Zusätzlich prüfen Expertinnen und Experten alle Meldungen, um eine hohe Datenqualität sicherzustellen. 

Die gesammelten Daten fließen in das bundesweite Wildbienen Monitoring in Agrarlandschaften des Thünen-Instituts ein. So entsteht ein immer genaueres Bild über das aktuelle Vorkommen der Hummelarten in Bayern und ganz Deutschland. Langfristig helfen diese Informationen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln. 

Begleitend zur Aktion lädt der BUND Naturschutz zu einem Hummel-Quiz ein. Wer sein Wissen über die pelzigen Bestäuber testen möchte, kann teilnehmen und mit etwas Glück eines von zehn Hummel Überraschungspaketen gewinnen. Hier geht's zum Quiz 

Die Hummel-Challenge ist ein gemeinsames Projekt des BUND Naturschutz in Bayern mit dem Thünen-Institut in Braunschweig und der Plattform Observation.org. Eine zweite Aktionsrunde folgt im Sommer vom 20. Juni bis 3. Juli 2026. Für weitere Informationen zur Teilnahme hier klicken.