Zur Startseite

Amphibienschutz

  • Home  › 
  • Aktuelle Meldungen

Hilferuf aus der Igel-Station in Burggriesbach!

Über 30 aufgepäppelte Igel suchen dringend ein neues, sicheres Zuhause in naturnahen Gärten ohne Mähroboter. Barbara Göttler bittet Gartenbesitzer im Landkreis um Unterstützung, damit die Tiere nach ihrem Winterschlaf ausgewildert werden können. Gleichzeitig warnt der BUND Naturschutz vor den Gefahren durch Mähroboter und den Rückgang natürlicher Nahrung – und unterstützt eine Petition für ein Nachtfahrverbot der Geräte.

11.05.2026

Unsere „Igel-Mama“ Barbara Göttler ist verzweifelt. Sie sucht dringend Igel-freundliche Gärten ohne Mähroboter im Landkreis, in die ihre „Pflegekinder“, die den Winter über in ihrer Obhut waren, übersiedeln können.

Über 30 Igel waren ihr im Herbst und sogar noch im Winter gebracht worden, die sie nach medizinischer Behandlung aufgepäppelt und gepflegt hat, bevor sie in den Winterschlaf gingen. Jetzt sind die stachligen Freunde gesund, putzmunter und wollen in die Freiheit. 

„Ich kann nicht alle in Burggriesbach laufen lassen“, erklärt Frau Göttler. „Igel haben auch Reviere, und zu viele Tiere auf einem Fleck wären ein großes Problem.“

Dringend gesucht werden deshalb naturnahe Gärten, möglichst an keiner Durchfahrtsstraße gelegen. Dort werden die neuen Gartenbewohner erst einmal in einem verschlossenen Gehege für ca. zwei Wochen an die neue Heimat gewöhnt. Danach wird das Gehege geöffnet und entfernt. Weil Igel kaum noch natürliche Nahrung finden, können sie mit einem Futterhaus auch bis zum nächsten Winterschlaf zugefüttert werden. Solche Futterhäuser kann man selbst basteln oder im Bausatz oder schon fertig montiert bei Frau Göttler erwerben. Kontakt: 0170-8012050.

„Igel fressen kein Obst, wie immer wieder falsch behauptet wird“, so Sigrid Schindler, Kreisvorsitzende des BUND Naturschutz. „Sie sollen auch keine Nacktschnecken fressen, weil Magen und Darm davon regelrecht verklebt werden. Außerdem werden dabei auch schädliche Parasiten übertragen. Am liebsten fressen sie Käfer und Larven, aber durch den immensen Rückgang von Insekten in unserer Umwelt wird die Futtersuche immer schwieriger.“

Nützliche Hinweise zur Fütterung von Igeln, zum „Auswildern“ und zum Bau von Futter- oder Schlafhäusern findet ihr hier: Igel-Facts

Frau Göttler braucht den Platz in ihrer kleinen Igel-Station dringend für zukünftige neue „Patienten“, denn es kommen bereits wieder die ersten verletzten Tiere, die Opfer von Motorsensen oder Mährobotern geworden sind. Sie möchte deshalb ein Nachtfahrverbot für Mähroboter erreichen und hat dazu eine Petition gestartet, die auch vom BN unterstützt wird.