Aktuelle Zahlen der Übergänge von 2017

                           Kröten     Frösche   Molche   and. Amph.         gesamt

Deining                   113           13              6              0                132
Pirkach                1.467             2           109              0             1.578
Meilenhofen            253           16               0              0                269
Dietfurt/Mühlbach     95             1               0              0                  96
Burggrießbach          63             0               0              2                  65
Unterrrohrenstadt   118           16                1              0                135
Mauertsmühle
Frickenhofen           118            3               0               0                121
Danlohe                  131            0              19              0                150
Neumarkt
Weichselsteinerstr  . 851            0              32              0                883


Aktuelle Zahlen der Übergänge 2016

                            Kröten    Frösche   Molche   and. Amphl.   gesamt

Deining                     185         17         22            0                 132
Pirkach                   1.388          7        177            0              1.572
Meilenhofen               142        11            0            0                 153
Dietfurt/Mühlbach        72          4            0            0                  76
Burgrießbach               52          0            0            0                  52
Unterrohrenstadt        166          6            1            0                135
Mauertsmühle          1.656         3           72            0             1.731
Frickenhofen                88          8             4           0                100
Danlohe                     326          0           44           0                370
Neumarkt
Weichselsteinerstr.   1.320          0         112           0              1.432


Aktuelle Zahlen der Übergänge von 2015

                       Kröten     Frösche     Molche    and. Amph.      gesamt

Erbmühle          Keine Zählung Sperrung der Straße

Deining                 187          21            13                   0           221

Pirkach              1.335            4           519                   0        1.860

Meilenhofen           36           12               0                   0            48

Dietfurt/Mühlbach   35            1               0                   0            36

Loderbach            Keine Zählung

Burggrießbach         21            1               0                   1            23

Unterrohrenstadt     50             0              0                    0            50

Berg/
Mauertsmühle     1.159            4              10                   0       1.173

Frickenhofen            55            0                0                   0            55

Danlohe                 517            0               0                135          652


Situation der Amphibien im Landkreis

Seit mehr als 30 Jahren organisiert die Kreisgruppe im Frühahr Hilfsaktio­nen für die Amphibien an zahlreichen Brennpunkten. Manche Übergänge sind über die Jahre hinweg betreut worden, wie etwa Pirkach, Erbmühle oder Burggriesbach. Andere sind durch feste Übergänge ersetzt worden, wie die um Pyrbaum, Einige sind aber aufgelöst worden, weil es gelungen ist die Aphibien umzuleiten wie etwa in Holnstein oder bei Berngau, oder, weil, aus welchen Gründen auch immer, die Wanderbewegungen aufgehört haben, wie etwa bei Arzthofen. Es sind auch neue hinzugekommen, etwa die bei Danlohe oder Frickenhofen. An allen Übergängen konnte aber nur geholfen werden durch unermüdlichen Eisatz ehrenamtlicher Helfer mit Un­terstützung der Strassenmeistereien ud Bauhöfe. Allen Beteiligten soll hier nochmals ausdrücklich ein großes Dankeschön im Namen der Amphibien ausgesprochen werden.

Was läßt sich aus den vielen Informationen die seitdem gesamelt wurden zur Situation der Amphibien im Landkreis sagen? Zunächst zu den Rah­menbedingungen. Die Wanderungssaison erstreckt sich über die Monate März und April. Es beginnt frühestens am 2.März, wenn die Witterung günstig ist, also in milden Frühjahren und spätestens am 11.April, wenn das Frühjahr sehr kalt ist, wie 2013. In der Regel starten die Wanderungen aber zwischen dem 12. und 28.März. Das Ende ist dann frühestens am 22.März und spätestens am 9.Mai, in der Regel aber zwischen 4. und 21.April.  Die Abbildung links zeigt dazu den Wanderungskalender, wie er aus den Sammelergebnissen im Landkreis abgeleitet werden kann.

Unten sieht man dies nochmal deutlich illustriert an den Zahlen des Über­gangs Pirkach. Die einzelnen Kurven geben die täglichen Sammelergeb­nisse des jeweiligen Jahres wieder, jedes Jahr mit einer anderen Farbe. Die meisten Zacken erheben sich Ende März und Anfang April. Einzelne Jahre fangen früher an, andere hören später auf.  Der Spitzenreiter ist der 1.April 2011 mit 1183 Individuen an einem Tag. Für den Sammler war die­ser sicher eine Herausforderung, wenn man bedenkt, dass es mit mehr als 20 Kröten im Eimer schon ziemlich eng wird. Er muss also etwa 60 mal über die Strasse gelaufen sein.

Was wird alles gefunden? Zu 90 % sind es Erdkröten, zu 2 % Grasfrösche und 8 % Molche. Anteilsmäßig die meisten Kröten mit 21 % werden in Lo­derbach gefunden und relativ die meisten Molche mit 15 % in Pirkach. Die Sammleraufzeichnungen vermerken auch mal einen Moorfrosch, eine Knoblauchkröte, einen Laubfrosch und sogar einen Feuersalamander, im­mer vorausgesetzt die Individuen wurden richtig identifiziert.

Die spannende Frage lautet natürlich ob es eine zeitliche Entwicklung gibt, also eine Zu- oder Abnah­me über die Jahre hinweg. Die kann aus den Aufzeichnungen nicht eindeutig bewertet werden. Wie gesagt sind einige Vorkommen verschwunden, andere, wie Mühlbach scheinen sich nach einem her­ben Eingriff in den Überwinterungswald wieder zu stabilisieren, wie der Verlauf der jährlichen Sammel­ergebnisse in der Grafik mit den orangenen Säulen zeigt.  Im Jahre 1996 war dort der Höchststand mit mehr als 600 Exemplaren zu verzeichnen, dann ein massiver Rückgang bis auf Null im Jahr 2005 und schließlich wieder ein stetiges Ansteigen bis ca. 150 Exemplare im Jahr 2014. Die meisten Übergänge verzeichneten um die Jahrtausendwende ihre Höchststände, seitdem gehen die Zahlen zurück oder schwanken sehr stark.

Viele Vorkommen bleiben dagegen unbeachtet, weil sie nicht direkt vom Straßenverkehr gefährdet sind. In vielen Waldtümpeln auf den Kuppen im Laaberjura finden sich kleinere Vorkommen , meist von Teichmolchen. Manche dieser Vorkommen werden unbeabsichtigt beim Waldwegebau zerstört, wie etwa zwischen Brunnenholz und Distelschachten östlich von Deusmauer. Einer dieser Waldtümpel in der Nähe von Velburg  wurde von der BN-Ortsgruppe in letz­ter Zeit wieder ausgebaggert und vor dem Verlanden bewahrt. Gerade auf den Kuppen der Alb, mit Resten kreidezeitlicher Albüberdeckung, finden sich viele dieser kleinen Wassertümpel. Auch in den Wasserlöchern der moorigen Talebenen von Weißer und Schwarzer Laaber gibt es viele Am­phibien, die sich einer Zählung entziehen. Was sich unserer Kenntnis entzieht ist die Rückwanderung und die Alterstruktur der Bestände. Somit kann man auch nichts aussagen darüber ob sie fortpflan­zungsfähig sind oder nicht. Solange genügend Weibchen und Pärchen in den Sammeleimern landen dürfte da keine Gefahr bestehen. Die Hauptaufgabe de Kreisgruppe die nächsten Jahre dürfte darin bestehen, die Betreuung der Übergänge zu gewährleisten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Übergängen Pirkach und Erbmühle, da diese noch komplett, also mit Zaunaufbau, – abbau und seiner Lagerung von der Keisgruppe bzw. den jeweiligen Betreuern getragen wird. In der Erbmühle sind wir mit den Bestrebungen, den Übergang zumindest technisch zu ertüchtigen mit der Stadt Berching auf gutem Wege.