Ohne Gummistiefel ging gar nichts

 

Das diesjährige „Moorfest“ des BUND Naturschutz konnte zwar jeder auch ohne Gummistiefel besuchen, wer aber  eine Führung durch das Deusmauerer Moor mitmachen wollte, war auf sie angewiesen. Und so zogen den ganzen Nachmittag über Gruppen von10-15 Personen vom Ollertshof mit den „Moorführern“ los und erfuhren in einer einstündigen Wanderung viel Wissenswertes über dieses einmalige Kalkflachmoor im Landkreis Neumarkt. Für die meisten Teilnehmer stand aber nicht das Wissen im Vordergrund, sondern das Erleben eines Naturraumes, der den meisten eine große Unbekannte ist.

In aufwendiger Vorbereitung hatten Josef Guttenberger und sein Team eine Strecke vorbereitet, die einen kleinen Ausschnitt des Moores erfahrbar machte. Himmelsleiter, Sumpfkratzdistel und Bittersüßer Nachtschatten waren einige der Pflanzen, die speziell hier vorkommen. Die Allgegenwart des Bibers konnten die Teilnehmer erleben, auch wenn die scheuen Tiere selbst im Verborgenen blieben. Allerdings gab es eine mächtige Biberburg zu bestaunen.

Die „Moorführer“ Gabi Bayer, Erika Jäger, Kerstin Nickel Bielaczek und Josef Guttenberger hatten viele Fragen zu beantworten und nicht selten zeigten sich die Teilnehmer so begeistert, dass sie schon ihre Teilnahme für das nächste Jahr ankündigten.

Hubert Schraml hatte auch diesmal wieder eine spezielle Route für Kinder und Jugendliche ausgearbeitet und musste dreimal die jungen Naturforscher, teilweise in Begleitung ihrer Eltern, durch das Abenteuer „Moor“ führen.

Daneben gab es für alle Besucher ein vielfältiges Programm. Hubert Schraml und Alfons Greiner zeigten mit großformatigen Bildern die Faszination der Landschaft, der Tiere und Pflanzen im Moor und anderer seltener Lebensräume. Mit vier Binokularen wurden die Kinder in die Wunderwelt der Insekten eingeführt. Die einzelnen Schuppen eines Schmetterlingsflügels fanden ebenso Bewunderung wie das filigrane Gerüst eines Hautflüglers. Bei Familie Heydolph konnten sich Interessenten Informationen über die Bienenkiste holen und erfuhren viel über eine Insektengruppe, die für die Ernährung der Menschheit außerordentlich wichtig ist, aber sehr stark unter immer schlechter werdenden Umweltbedingungen leidet.

Bienen basteln, Tiermasken bemalen und natürlich vieles über den Biber rundeten das Angebot ab. Und dann wartete noch ein verführerisches Angebot an Kuchen mit Kaffe und Getränken auf alle, die sich stärken wollten.

 

Der Biber und die Binokular waren ständig gefragt


Auf geht es zur nächsten Führung


Sarah und Marco Heydolph erklärten die Bienenkiste, informierten über die Haltung der Bienen und die Probleme, die in den letzten Jahren ständig zunehmen.
(Foto: Bernhard Schinner)


Jugendbetreuer Hubert Schraml erzählt den Kindern vom heimlichen Moorbewohner, dem Biber