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Kreisvorsitzender Dr. Josef Guttenberger begrüßte die Teilnehmer und führte in die Thematik ein.

Die Politiker lauschten konzentriert den Worten des BN-Kreisvorsitzenden
(v.links n. rechts: Hanisch, Madeisky, Ringer, Mergner, Reiß, Toman; näheres im Text)

 

Oberpfälzer Landtagskandidaten auf dem Prüfstand

 

Der Landesverband des BUND Naturschutz organisiert in allen Bezirken eine Diskussion mit den Landtagskandidaten der im Landtag vertretenen Parteien. Für die Oberpfalz wurde Neumarkt gewählt und so kam es im voll besetzten Saal im Johanneszentrum zu einem regen Austausch der Vorstellungen der Parteien zu den Themen Flächenverbrauch, Energieversorgung und Klimaschutz. Dies waren die Vorgaben des BN. Die Position des Verbandes vertrat Richard Mergner, Vorsitzender des BN. Moderiert wurde die Veranstaltung in charmanter, unaufdringlicher und doch zielführender Weise von Margit Ringer vom Bayerischen Rundfunk, Studio Amberg. Die Parteien waren vertreten durch Tobias Reiß, CSU, MdL aus Tirschenreuth, André Madeisky, SPD-Kandidat für den Stimmkreis Neumarkt, Joachim Hanisch, Freie Wähler, MdL aus Bruck und Anna Toman, Grüne aus Bärnau.

Den Flächenverbrauch wollen alle eindämmen, der Weg dorthin wurde aber unterschiedlich skizziert. Hier spielt auch das Verkehrsaufkommen eine wichtige Rolle, denn mehr Verkehr bedeutet mehr Straßen und mehr Energieverbrauch. Ein Vorschlag lautete: neue Wohn- und Gewerbegebiete nur noch mit regenerativem Strom zu bedienen! Welche Gemeinde macht den Anfang?

Unterschiedliche Vorstellungen gibt es bei der künftigen Stromversorgung. HGÜ-Leitungen sind nach bisheriger landläufiger Sicht eine Notwendigkeit für die Energiewende, der BN lehnt sie komplett ab und ist damit auf der gleichen Seite wie viele unabhängige Wissenschaftler. Hier war festzustellen, dass sich die Grünen auf die Position des BN zubewegen.  Ein weiteres kontroverses Thema ist die 10-H-Regelung, die zu einer Abwürgung der Windenergie geführt hat und fachlich nicht haltbar ist. Hier hat sich die CSU bislang nicht bewegt, aber sie wird wohl nach dem 14.10. einer Neuausrichtung zustimmen.

Immer wieder wurde auch die Freiwilligkeit beschworen. Was diese bringt, haben die Automobilkonzerne beim Dieselskandal eindrucksvoll bewiesen, wie es ein Teilnehmer treffend formulierte. Die Politik ist dazu da, konkrete Vorgaben zu setzen, wenn es fachlich geboten ist.

Und beim Landverbrauch sind sich alle Parteien einig, dass Entscheidendes passieren muss und deshalb die dringende Forderung des BN, das Thema nach der Wahl am besten parteiübergreifend anzugehen. Fachleute haben die nötigen Vorarbeiten geleistet, sie müssen nur umgesetzt werden. Dies gilt auch bei der 10-H-Regelung und bei den Stromleitungen.

Nicht diskutiert werden konnte aus Zeitgründen, wie der Verkehr sinnvoll eingeschränkt werden kann, denn noch mehr Straßen und noch mehr Spritverbrauch kann sich die Gesellschaft und auch unsere Oberpfälzer Heimat nicht mehr erlauben.

Die Einzelaussagen der Kandidaten haben wir an dieser Stelle nicht aufgeführt, denn sie sind bei der Kürze der vorhandenen Zeit nicht ausreichend belastbar. Ich halte es hier mit Richard Mergner, der in seinem Abschlussplädoyer bewusst darauf verzichtete, eine Partei hervorzuheben. Aber der BN hat Wahlprüfsteine aufgestellt. Diese gibt es in der Geschäftsstelle, online und auch in den kommenden Samstagen vor der Wahl beim BN-Stand in Neumarkt am Oberen Markt. Und auch vor dem Rathaus bieten die Parteien Gelegenheit, sich mit deren Vorstellungen auseinander zu setzen.

 

Alfons Greiner