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Fledermaus Exkursion am 08.09.2018

Fledermäuse sind noch sehr aktiv

 

Das Angebot, Fledermäuse mit dem BAT-Detektor hörbar machen, wurde zwar nur von wenigen Interessierten genutzt, aber dafür entschädigten die Tiere die Naturfreunde mit einer nicht vermuteten Aktivität. Am Treffpunkt beim Schlossweiher tauchte zuerst der Große Abendsegler am Himmel auf. In großer Höhe über den Bäumen suchten mehrere Tiere nach Nahrung. Mit zunehmender Dunkelheit konnten u.a. Zwergfledermaus und Wasserfledermaus bestimmt werden. Im Stadtpark konnte mittels Taschenlampe am Leitgraben der Beuteflug der Wasserfledermaus immer wieder gezeigt werden. Diese Art fliegt nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche dahin und sucht sich dort ihre Nahrung. Andere Arten waren einige Meter über dem Boden bzw. über dem Wasser zu beobachten. Mittels BAT-Detektor konnten auch Arten in den höheren Baumregionen hörbar gemacht werden. Dieses Gerät verwandelt die für Menschen nicht hörbaren Laute der Fledermäuse im Ultraschallbereich in Frequenzen, die für Menschen hörbar sind und zeigt zudem die Sonogramme auf einem Display an. In der Dunkelheit gelang es mittels dieses Gerätes, die Fledermäuse zu orten. Christine Stagat als eine der Fledermausbeauftragten des Landratsamtes konnte vieles über das versteckte Leben der Fledermäuse berichten. Auch einige Balzflüge konnten in der Dämmerung beobachtet werden. Die Tiere nutzten vor allem den Raum über den Wasserflächen und die krautigen und strauchigen Bereiche im Stadtpark zur Jagd auf Nahrung. Die besteht ausschließlich aus Insekten. Auch in völliger Dunkelheit finden die Tiere problemlos ihr Ziel durch ihr Echoortungssystem. Hierzu rufen die Tiere im für Menschen nicht hörbaren Ultraschallbereich. Der Schall wird von einem Insekt zurückgeworfen und so vom Ortungssystem der Fledermaus „verarbeitet“ – wie bei einem leistungsfähigen Computer! Das Tier kann dann das angepeilte Insekt sicher fangen.

Viele Aspekte zum Schutz der Fledermäuse wurden von den Teilnehmern angesprochen, wobei besonders auf das Anbringen von Fledermauskästen sowie die grundsätzliche Berücksichtigung von fledermausgeeigneten Unterschlüpfen an Gebäuden, vor allem auch öffentlichen angemahnt wurde. Interessenten können sich an das Landratsamt, den Bund Naturschutz oder den Landesbund für Vogelschutz wenden.