Klimaschutz ist aktive Friedensarbeit

Die Klimakonferenz COP 21 im Jahr 2015 in Paris hatte den Durchbruch erzielt. Die Staatengemeinschaft nimmt sich nun vor, den globalen Temperaturanstieg durch den Klimawandel auf unter 2 Grad Celsius, besser auf unter 1,5 Grad Celsius, zu begrenzen. Konkrete Maßnahmen wurden noch nicht beschlossen. Die wird Aufgabe der Nationalstaaten sein. Aber – das Problem ist nun benannt. Bliebe der Temperaturanstieg unter 1,5 °C – dann würde sich das Klima in uns bekannten Bahnen verändern. Wir könnten hoffen, dass brutale Verteilungskämpfe zwischen den Regionen der Erde ausblieben könnten. Klimaschutz ist aktive Friedensarbeit. Das Ziel ist ambitioniert – wir müssten unsere Energiewirtschaft zu 100 Prozent, das heißt in Gänze, umbauen. Der Aufwand ist hoch – aber der Lohn vielversprechend: Gerechtigkeit, Demokratie, sozialer Frieden.

Der Weg zum Klimaschutz ist aus Sicht des BUND Naturschutz klar – die Dezentrale Energiewende. Die Beschlüsse der Klimakonferenz COP21 in Paris 2015 müssen konsequent umgesetzt werden. Deshalb hat die Delegiertenversammlung des BUND e.V. von 2016 gefordert, dass in Deutschland die Treibhausgas-Emissionen (v.a. Kohlendioxid) schon deutlich vor 2050 gegen Null sinken müssen und die Bundesregierung den Kohle-Ausstieg umgehend einleiten und deutlich vor 2030 abschließen muss. Beginn November 2017 startet die COP23, die globale Klimakonferenz der Fidschi-Insel, ausgerichtet durch Deutschland in Bonn. BUND und andere Verbände rufen zu einer Kundgebung am Samstag den 4. November in Bonn auf.

 

Die Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen (Kohlendioxid, …) zeigt Erfolge in Deutschland, ist aber verglichen mit den Anforderungen des globalen Klimaschutzes viel zu langsam. Am wenigsten Fortschritte gibt es in den Bereichen Verkehr und Landwirtschaft, gefolgt von der Energiewirtschaft (zu viel Kohleverstromung). Die Energiewende im Verkehr erfordert mehr Elektromobilität - vor allem aber eine Umstrukturierung der Mobilität hin zu mehr Regionalität. Die Energiewende erfordert 100 Prozent ökologische Landwirtschaft und zugleich Regionalität in der Vermarktung und Nutzung unserer Lebensmittel. Unter dem Zeitdruck des Klimaschutzes, wie in der COP21 verbindlich festgelegt, müssen wir Energiesparen und Energieeffizienz als ein „Muss“ der Energiewende zeitgleich mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben. Diese müssen wir überwiegend in unserer Heimat ernten. Die Fläche unserer Heimat ist aber begrenzt. 100 Prozent Erneuerbare Energien bedeutet daher vor allem – Energieverbräuche einsparen!