Klimakonferenz in Bonn

 

"Klima schützen – Kohle stoppen"

 

Der BUND hat am 4. November unter dem Motto "Klima schützen – Kohle stoppen" demonstriert – 25.000 Menschen gingen in Bonn auf die Straßen, um sich gegen Kohlekraft und für mehr Klimaschutz einzusetzen. Auch aus Ostbayern war ein voll besetzter Bus nach Bonn gefahren mit Neumarkter Beteiligung, organisiert vom BN.

 

Zur Klimakonferenz COP 23 in Bonn vom 6. – 17.11.werden über 23 000 Teilnehmer erwartet. Den Auftakt bildete am vergangenen Samstag (4.11.2017) die größte Klima-Demo, die es in Deutschland je gab. Die zentrale Forderung war ein schneller Ausstieg aus dem Klima-Killer Kohle. 25 000 Menschen aus vielen Ländern der Erde forderten massiv ein Ende des sorglosen Umgangs mit den fossilen Brennstoffen: Save the system – not the climate“ war eine der zentralen Botschaften, die immer wieder skandiert wurden. Es waren vor allem junge Menschen, die sich für die Rettung ihrer Heimat nach Bonn auf den Weg gemacht hatten.

 

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender und einer der Hauptredner bei der Auftakt-Kundgebung: "Der Lack ist ab vom Energiewendeland Deutschland. Seit 2009 sind die Emissionen hier nicht mehr gesunken. Bald müssen wir von einer Dekade des Versagens sprechen. In allen Bereichen ist zu wenig passiert, beim Verkehr steigen die Emissionen tatsächlich immer noch. Aber der größte Verschmutzer in diesem Land heißt Kohle. [...] Deshalb entscheidet sich der Klimaschutz in Deutschland daran, ob Deutschland sein Kohle-Problem in den Griff bekommt. Der Klimaschutz entscheidet sich am Kohleausstieg. Wann, wenn nicht jetzt, mit einer neuen Bundesregierung, können wir die Weichen für den Klimaschutz neu stellen? Der Auftrag an eine mögliche Jamaika-Koalition ist damit klar: Ohne verbindliche Vereinbarungen zum Kohleausstieg darf es keine schwarz-gelb-grünes Bündnis geben!"

Einen Tag zuvor trafen sich BUND-Aktive vor dem Kohlekraftwerk Neurath, um ein Zeichen für den Kohleausstieg zu setzen.

 

Anika Schroeder von MISEREOR: "Deutsche Energiekonzerne verbrennen Kohle aus Entwicklungsländern, bei deren Abbau Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Millionen müssen ihre Heimat verlassen, weil der Klimawandel ihre Lebensgrundlagen zerstört – den auch wir verantworten. Will die Bundesregierung von Ländern wie Indien verlangen, die Klimaschutzwende einzuleiten, muss sie selber zeigen, dass sich Wohlstand, Klimaschutz und die Wahrung der Menschenrechte nicht ausschließen."

 

Mehr als 100 Klima- und Umweltschutz-, Bürgerrechts- sowie kirchliche Organisationen und Entwicklungsverbände aus Deutschland und der ganzen Welt hatten zu der Demonstration aufgerufen. 

Im Trägerkreis der Demonstration "Klima schützen – Kohle stoppen!" wirkten mit: Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland, Misereor, Naturfreunde Deutschlands, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Oxfam Deutschland, Umweltinstitut München, WWF Deutschland.